Stellungnahme des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. / Betreiber von Reisen für Alle

Stellungnahme des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. / Betreiber des Kennzeichnungssystems Reisen für Alle zu Artikeln, die die Zukunft des Vereins Tourismus für Alle in Deutschland (NatKo) e.V. betreffen

Berlin.

Im Nachgang der ITB 2019 gab es einige Meldungen, dass die NatKo e.V. nicht mehr vom BMWi gefördert wird und dies Auswirkungen auf das Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ habe.

Dazu stellt das DSFT als Betreiber des bundesweiten Systems „Reisen für Alle“ klar:

Richtig ist, dass die NatKo e.V. vom BMWi mit einem Projekt gefördert wurde, um durch wirkungsvolle Kommunikationsmaßnahmen die Sichtbarkeit des Systems „Reisen für Alle“ zu erhöhen. Dieses „Flankierungsprojekt“ wurde abgeschlossen; eine Verlängerung jedoch nicht bewilligt. Leider entstand durch die verzerrte Berichterstattung in den Medien der Eindruck, dass die Unterstützung und Förderung des gesamten Systems „Reisen für Alle“ eingestellt werden würde. Bei der Kommunikationsarbeit für das Kennzeichnungssystem handelt es sich jedoch lediglich um ein begleitendes Projekt der NatKo e.V. Das Projekt und damit ebenso das System „Reisen für Alle“ des DSFT werden auch weiterhin vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Die aktuelle Förderung ist bis Ende 2020 bewilligt; eine Verlängerung zudem wahrscheinlich.

Die Relevanz des Themas „Reisen für Alle“ für den Deutschland-Tourismus zeigte sich nicht zuletzt auf dem diesjährigen „8. Tag des Barrierefreien Tourismus“, eine vom BMWi im Rahmen der ITB 2019 geförderte Veranstaltung. Vertreter des Ministeriums sowie der Beauftragte der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen stellten die Bedeutung des Systems und des Projektes hier mehrfach deutlich dar.

„Wachsende Nutzerzahlen und teilnehmende Betriebe und auch die Reichweite des Systems „Reisen für Alle“ entwickeln sich sehr gut, insbesondere seit der Freischaltung der neuen Datenbank im Oktober 2018“, freut sich DSFT-Geschäftsführer Rolf Schrader über den Erfolg. Seit der ITB 2019 existiert nun auch eine Schnittstelle zur Website der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), so dass interessierte Deutschlandurlauber sich in Echtzeit über die Angebote informieren können. Auch der ADAC, die NatKo, wheelmap und weitere Partner nutzen die Datenbank und stellen die Betriebe auf ihren Seiten da“.

Seit Beginn der Zertifizierungen konnten zahlreiche Erfolge verbucht werden. Im Laufe des Jahres 2019 werden zudem weitere Bundesländer, die aktuell das System „Reisen für Alle“ noch nicht einsetzen, die bundesweiten Kennzeichnungskriterien auch für ihre Leistungsträger anwenden. Ein großer Schritt in Richtung Veranstalterbranche ist außerdem gelungen. Die TUI, der weltgrößte Reiseveranstalter, hat Mitarbeiter nach „Reisen für Alle“ ausbilden lassen und wird in einer Pilotphase ausgewählte konzerneigene Hotels und Resorts nach „Reisen für Alle“ zertifizieren lassen. Damit gelingt dem Kennzeichnungssystem erstmal der Sprung ins Ausland, denn diese Anlagen werden auch außerhalb von Deutschland liegen.

Das DSFT und die „Reisen für Alle“ - Partner schauen zuversichtlich einer positiven Entwicklung im barrierefreien Tourismus in Deutschland entgegen. Das DSFT und die NatKo e.V.  arbeiten auch weiter im Rahmen des DSFT-Projektes „Reisen für Alle“ zusammen. Darüber hinaus wird die Kooperation über ein Gemeinschaftsprojekt mit Europarc an Barrierefreien Naturerlebnisangeboten in Nationalen Naturlandschaften und in einem Projekt Gesundheit für Alle für den Freistaat Bayern perspektivisch ausgeweitet. Für Fragen zu einzelnen Projekten, zum System oder zum Zertifizierungsprozess stehen die Projektpartner gern zur Verfügung.


Eintrag veröffentlicht am: 13.03.2019

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